Der Film „Tanz, tanz, sitz nicht in der Ecke“ („Tancuj, tancuj, neseď v kúte“, SK, 29 Minuten) eröffnet einen einzigartigen Blick auf die Zusammenarbeit professioneller Tänzerinnen und Tänzer des Slovenský ľudový umelecký kolektív (SĽUK) und von Menschen mit körperlichen oder geistigen Beeinträchtigungen aus der Nadácia ADELI.
Unter der künstlerischen Leitung von Stanislav Marišler, dem künstlerischen Chef des SĽUK, und Choreograf Marek Grega nimmt die Idee einer inklusiven Tanzproduktion Schritt für Schritt konkrete Form an. Regisseur Jaro Vojtek und Kameramann Ivo Miko begleiten die Protagonistinnen und Protagonisten von den ersten vorsichtigen Bewegungen bis zum großen gemeinsamen Bühnenfinale.
Die Kamera hält nicht nur die tänzerische Entwicklung fest, sondern auch Momente voller Unsicherheit, Entschlossenheit, Begeisterung und Entdeckung der eigenen Fähigkeiten. Der Film zeigt einen unverfälschten kreativen Prozess, in dem sich Tanz zu einem Raum außergewöhnlichen Mutes verwandelt, zu einem Weg in eine ersehnte Welt der „Normalität“.
Den emotionalen und gesellschaftlichen Kontext vertieft der einfühlsame Kommentar des österreichischen Neurologen und Wissenschaftlers Prof. Dr. Heinrich Binder, medizinischer Berater des ADELI Medical Center. Er verortet die Bemühungen der Neurorehabilitation als Teil einer umfassenderen gesellschaftlichen Initiative, Lebensräume zu schaffen, die allen Menschen einen „guten Alltag“ ermöglichen.
Seinen Höhepunkt findet der Dokumentarfilm in einer gemeinsamen Aufführung der professionellen Tänzerinnen und Tänzer des SĽUK und der Patientinnen und Patienten der ADELI-Stiftung. Entstanden ist ein Werk, das zeigt, was möglich wird, wenn Respekt, Zeit und Empathie im Mittelpunkt stehen: ein neues, kraftvolles Signal für gelebte Inklusion in der Slowakei.
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