Das Container-Baby-Syndrom – was Experten von ADELI dazu sagen

Immer häufiger verbringen Säuglinge viel Zeit in sogenannten „Containern“ – Babyschalen, Wippen, Autositzen oder Lauflernhilfen.

Immer häufiger verbringen Säuglinge viel Zeit in sogenannten „Containern“ – Babyschalen, Wippen, Autositzen oder Lauflernhilfen. Diese Hilfsmittel können im Alltag praktisch sein, doch bei zu häufiger oder zu langer Nutzung bergen sie ernsthafte Risiken für die gesunde Entwicklung des Kindes.

Dr. Dmitrii Prokhorskii – Orthopäde

Dr. Prokhorskii warnt davor, dass die Knochenstruktur von Neugeborenen noch sehr weich und formbar ist. Wird das Kind über längere Zeit in einer fixierten Position gehalten, kann dies zu Kopfverformungen (Plagiozephalie), Fehlstellungen der Wirbelsäule oder zu Problemen mit den Gelenken führen.
Besonders gefährdet sind Kinder mit angeborenen orthopädischen Schwächen, etwa Hüftdysplasie oder Skoliose. „Bewegung ist der Schlüssel zu einer gesunden Körperstatik – kein Gerät kann sie ersetzen“, betont der Facharzt.

Dr. Irina Rukosueva – Kinderneurologin

Die Neurologin weist darauf hin, dass Fixierung und Bewegungsmangel vor allem bei neurologisch empfindlichen Kindern gefährlich sind – etwa bei Frühgeborenen oder nach komplizierten Geburten.
„Diese Kinder brauchen Freiheit und Raum zur Bewegung, um Muskeln, Koordination und Wahrnehmung zu entwickeln“, erklärt sie.
Die Nutzung von Babyschalen oder Wippen sollte daher nur kurzzeitig und wirklich notwendig sein – z. B. beim Transport oder für die Sicherheit des Kindes.

PhDr. Jana Stanová, PhD. – Spezialistin für Bewegungstherapie im ADELI Medical Center

Laut PhDr. Stanová ist die sogenannte Tummy Time – also die Zeit in Bauchlage – eines der wirksamsten Mittel, um die natürliche Entwicklung zu fördern.
Bereits in den ersten Lebenstagen sollten Babys täglich einige Minuten auf dem Bauch verbringen, die Dauer kann schrittweise bis auf etwa eine Stunde pro Tag gesteigert werden.
Diese Position stärkt Nacken-, Rücken- und Rumpfmuskulatur, unterstützt die visuelle und sensorische Entwicklung und bereitet das Kind auf wichtige Meilensteine wie Drehen, Krabbeln und Sitzen vor.

„Das Kind sollte sich frei bewegen können – in Bauch-, Rücken- und Seitenlage. Jede selbstständig gefundene Position ist ein kleiner Erfolg in seiner Entwicklung“, so Stanová.
Wenn Eltern Veränderungen am Kopf, eine bevorzugte Blickrichtung oder Entwicklungsverzögerungen bemerken, empfiehlt sie, frühzeitig einen Spezialisten oder Physiotherapeuten aufzusuchen.


Fazit:
Das Container-Baby-Syndrom ist vermeidbar. Bewegung, Körperkontakt und ausreichend freie Zeit auf dem Boden sind für Babys die besten Voraussetzungen für eine gesunde körperliche und geistige Entwicklung.

https://najmama.aktuality.sk/clanok/3EkSwEk/syndrom-kontajneroveho-dietata-uz-ste-o-nom-poculi-ako-sa-prejavuje-a-v-com-je-to-pre-spravny-vyvoj-babatka-nebezpecne-vysvetluje-ortoped-aj-neurologicka/

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